28.6.07

genplan sekreten


Gerade wird der neue Petersburger Generalplan erstellt, und der erste Entwurf wird der Bevölkerung vorgelegt: Leute dürfen Fragen zu geplanten Neubauten stellen, Anmerkungen zur Stadtentwicklung machen und sagen, wenn ihnen die Dinge, die dort vorgestellt werden, nicht passen.
Also, dürften sie theoretisch. Damit aber der Lauf der Dinge nicht durch Einwände des Pöbels behindert wird, kündigt man vorab einfach den Veranstaltungsort verkehrt an. Oh, und wenn die Leute stattdessen im Bauamt aufschlagen: Einfach nur unwichtige Informationen rausgeben, die außerhalb des Zusammenhangs eh von keinem verstanden werden. Mehr als der Plan ansich (von dem man einen Ausschnitt oben als Bild erkennen kann) werde von der Zentrale, dem Kommitee für Architektur und Städtebau, nicht herausgegeben. Sagt das Bauamt.
Das mag sogar stimmen, denn in der Stadt werden derzeit allerhand Großprojekte angeschoben, die einiges an Augenmaß vermissen lassen, und die von vielen gar nicht so gerne gesehen werden: Gasprom-City, die Erweiterung der Vasil'evskij-Insel, die Flutschutzmauer in der Ostsee u.v.m.
Und bevor sich jemand beschwert...

geheime pläne


So weit wären die Sowjets gegangen, um den kalten Krieg zu gewinnen: Als "Folge einer Korrektur des Gravitationsfeldes der Erde" würde es zu gewissen "anzunehmenden geographischen Veränderungen" kommen. Gez. Andropov, Vorsitzender des Kommitees für Sicherheit.
Jedenfalls eine sehr ...nachhaltige... Art, den Klassenkampf zu gewinnen.

15.6.07

vory v zakone

eine unbeantwortete frage ist für viele außenstehende, welcher subkultur die biertrinkenden jogginganzugträger mit veilchen in russischen städten zuzuordnen sind; jetzt ists raus. man nennt diese leute gopniki, nach der russischen abkürzung "ГОП" (Gorodskoe Obshezhitie Proletariata, städtisches proletarierwohnheim, wo die ersten vertreter dieser gruppierung gesehen wurden), und ihr bekleidungsstil verschmelzt laut wikipedia die "ästhetik des kriminellen mit dem arbeitermilieu"
interessant ist, dass sich die subkulturen, vor allem in größeren städten, verändern, und dass die große zeit der gopniki seit ende der 90er langsam aber sicher vorbei ist.