3.4.08
russki gэngster rэp
die hiphop-szene in der ex-udssr ist recht aktiv, was zunächst überrascht, kennt man von dort häufig nur weichen, schmierigen pop. oder harten asso-techno, häufig remixe von modern talking oder eingängigeren euro-trance titeln.
aber in diesem fall, und das merkt man sofort, sind richtige gangster am werk. sibirski sindikat kommen aus omsk, sind nach prügeleien mit den dortigen skinheads hochoffiziell von der polizei als kriminelle vereinigung anerkannt, und machen einen alk-geschwängerten aggro-rap in richtung house of pain, wie ich finde.
auf den unteren sprossen der coolness-leiter stehen nukus forsazh aus usbekistan, was aber, wenn man den hip-hop auch als ausdruck eines soziokulturellen milieus betrachtet, trotzdem von interesse sein kann:
die musik ist echt schlimm, man achte aber auf die symbolik, die an den zuschauer herangetragen wird. die wahl der autos, die kennzeichen, handbremsenkurven in der usbekischen wüste, armbanduhren und weiße lederschuhe, laptops, und posen vor graffitis und alten sovchozen-wellblechzäunen.
aber immerhin. interessant ist bei beiden -der landschaftsbezug, der in den videos anklingt: bei ersteren als einleitendes und ausklingendes zitat, bei letzteren als kulisse für eine spritztour in vatis altem lada.
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